Montag, 4. April 2016

Wie die Kunst eigenes Handeln spiegelt

Dr. Hedda im Brahm-Droege im Interview mit dem Magazin Weltkunst

Von Tim Ackermann - Die Düsseldorfer Unternehmerin Hedda im Brahm-Droege schult die Wahrnehmung ihrer Mitarbeiter an Werken von Gerhard Richter, Neo Rauch und anderen - damit sie beim Denken und Beraten kreativ bleiben.

Lassen sich die Prozesse in einem internationalen Wirtschaftsunternehmen mit künstlerischen Strategien vergleichen? Im Fall der Düsseldorfer Droege Group scheint diese Vorstellung gar nicht abwegig. Denn das familiengeführte Beratungs- und Investmenthaus, das im vergangenen Jahr 9,2 Milliarden Euro Umsatz machte und weltweit aktiv ist, giert nach selbst entwickelten Leitsätzen wie "Kunst hat keine festen Regeln. Kunst findet sie" oder "Kunst ist Können mit Risiko. Die Arbeit von Künstlern liefert die Anregung für den eigenen Erfolg - davon sind Hedda im Brahm-Droege und Walter P. J. Droege überzeugt. Die Konferenzräume und Flure der Düsseldorfer Unternehmenszentrale sind gerade Schauplatz einer Ausstellung mit Bildern und Skulpturen des Künstlers Neo Rauch.

Hedda im Brahm-Droege bringt diese nicht nur ihren Mitarbeitern, sondern auch ausgewählten Besuchern, wie Museumsfreundeskreisen, nahe. Auf der Firmenwebsite finden sich zudem kurze, eigens produzierte Dokumentarfilme: Atelierbesuche bei Künstlern, die ihre Arbeitsweise erklären. Der Rundgang durch den Unternehmenssitz mit Hedda im Brahm-Droege bietet Kunstwerke auf Schritt und Tritt - von der Sigmar-Polke-Leinwand im Foyer bis zu Michael Majerus' Wandmalerei im Treppenhaus.

Frau im Brahm-Droege, in vielen deutschen Unternehmensfluren hängen Bilder. Weshalb ist bei Ihnen die Kunst mehr als bloße Bürodekoration?

Unsere Firmenphilosophie ist eng verknüpft mit der Kunst. Deswegen haben wir das Konzept "Das Wie am Was" entwickelt,das künstlerische und unternehmerische Grundsätze verbindet, und es zu unserem Leitfaden gemacht. Unser Kunstkonzeptwird im Unternehmen intensiv gelebt und gemeinsam mit den Mitarbeitern weiterentwickelt. Ein Bestandteil davon sind zum Beispiel Wahrnehmungsgespräche, in denen wir an unserem Düsseldorfer Unternehmenssitz Anhand von Kunst bewusstes Sehen üben. Die Kunst ist, kurz gesagt, das Bindeglied, eine psychologische Haltestange in unserem Unternehmen. (...)

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