Dienstag, 17. Mai 2016

Ausstellung "Hanno & Neo Rauch. Vater und Sohn"

Ausstellung "Hanno & Neo Rauch. Vater und Sohn", in der Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben, 21. Mai bis zum 30. April 2017.


In den Räumen der Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben wird vom 22. Mai 2016 bis zum 30. April 2017 die Ausstellung „Hanno & Neo Rauch – Vater und Sohn“ zu sehen sein. Erstmals werden Arbeiten von Neo Rauch und seinem Vater Hanno Rauch (1939 - 1960) gezeigt. Für diese Ausstellung hat Neo Rauch eine Auswahl an Werken aus dem Nachlass Hanno Rauchs zusammengestellt, der 1959 begonnen hatte, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig zu studieren. Die Ausstellung ist eine sehr persönliche Begegnung des Malers Neo Rauch mit den Arbeiten seines Vaters und Künstlers Hanno Rauch.

Der Maler Neo Rauch, die Stadt Aschersleben, Gerd Harry Lybke und Kerstin Wahala von der Galerie EIGEN + ART gründeten die Grafikstiftung 2012 gemeinsam in Aschersleben, der Heimatstadt des Künstlers.

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier

Grafikstiftung Neo Rauch
Wilhelmstraße 21–23
D-06449 Aschersleben

Die Mai-Ausgabe des FAZ-Magazins widmet der Ausstellung einen Artikel: 

Sohn & Vater


Von Rose-Maria Gropp

In seiner Heimatstadt Aschersleben stellt Neo Rauch Zeichnungen gemeinsam mit Blättern seines Vaters aus. Ein Besuch im Atelier - und eine Vorschau auf nie gezeigte Werke. Der Weg hinauf zum Atelier von Neo Rauch führt über viele Treppenstufen. Es liegt ganz oben in einem Backsteinbau der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei. Bis 1989 wurde hier, im Stadtteil Lindenau, Baumwolle verarbeitet, seither ist sie ein Refugium für Künstler und Kunststudenten, Läden für Künstlerbedarf und Galerien. Die holprigen Pflastersteine des riesigen Areals sind geblieben, nichts ist aufgehübscht, auch im Atelierhaus nicht, wo Neo Rauch arbeitet, Tür an Tür mit seiner Frau, der Malerin Rosa Loy.

Künstlerateliers sind Orte voller Geheimnisse, voller Wunder. Sie bergen, was nicht zu sehen ist oder jedenfalls noch nicht. Neo Rauchs Atelier ist groß, das Tageslicht fällt durch große Fenster hinein. Das ist gut für die wuchernden Philodendren und ihresgleichen. Wer sie pflegt? Er selbst, sagt der Künstler. Die üppige Begrünung hält Abstand zu den Gemälden, von denen ihn gerade mehrere gleichzeitig beschäftigen. Fünf oder sechs sind es bestimmt, in verschiedenen Aggregatzuständen. Die Frage, ob ein bestimmtes davon fertig ist, klingt hilflos; eigentlich könnten sie alle fertig sein. Ja, sagt er vor dem einen oder einem anderen, das ist fertig, jetzt. Aber vollkommen wird es ja nie sein. Und wenn er weiter daran arbeite, würde er womöglich Spuren wieder verbergen, die ihm doch wichtig sind.

Um eine Spurensuche geht es auch jetzt. Neo Rauch bereitet die Ausstellung für seine Grafikstiftung in Aschersleben vor. In der kleinen Stadt 100 Kilometer nordwestlich von Leipzig wuchs er auf, bei den Großeltern. Seine Eltern hat er nie gekannt. Sie kamen am 15. Mai 1960 bei einem Zugunglück in Leipzig ums Leben. Ihr Sohn Neo, am 18. April 1960 in Leipzig geboren, war gerade vier Wochen alt. Die Ausstellung, die am 21. Mai eröffnet, heißt "Hanno & Neo Rauch. Vater und Sohn". (...)

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