Dienstag, 2. Februar 2016

Rheinische Post: Die Kunstanstifterin

Über "Das Wie am Was" und die Kunst als Unternehmensprinzip der Droege Group


Rheinische Post, 3. Februar 2016 - von Annette Bossetti: Hedda im Brahm-Droege ist Volkswirtin und führt gemeinsam mit ihrem Mann die Droege Group in Düsseldorf. Zu ihren ungewöhnlichen Unternehmensprinzipien gehört die Kunst, die im Firmensitz präsent ist und die Mitarbeiter schult.

Unscheinbar ist der Sitz der Holding des internationalen Konzerns. Es sieht gar nicht nach all dem aus, was von hier aus unternommen wird. Wer die Droege Group im alten David-Hansemann-Haus in der Poststraße aufsucht, trifft auf Schnörkellosigkeit ohne Kühle: klare Fluchten, unverstellte Ausblicke, Licht. Und als erstes taucht der Besucher selbst in den Spiegelungen von Gerhard Richter auf.

Das aus zwei grau getönten Scheiben bestehende raumhohe Werk hat Richter für Droege als ortsbezogene Auftragsarbeit geschaffen. Das war Ende der 1990er Jahre, da machte der Künstler schon lange keine Spiegel mehr. Doch Hedda im Brahm-Droege hatte seine Neugierde geweckt, ihn nach Düsseldorf gelockt. Und sie hatte ihn davon überzeugt, die Spiegel zu bauen, die in unterschiedlich geneigten Winkeln von der Wand abstehen. Im Gespräch hat die Firmeneignerin Richter von ihren ungewöhnlichen Unternehmensprinzipien erzählt, die sie gemeinsam mit ihrem Mann entwickelt hat und im Alltag großschreibt. Bei Droege verinnerlicht man wortwörtlich die Maxime "Nach allen Regeln der Kunst". Und man hält den Anspruch, möglichst gute Arbeit zu liefern, hoch.

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Quelle: RP

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