Erstarkte Weltwirtschaft macht Investitionsklima für Russland wieder attraktiver
Moskau, 06.07.2010 – Zentrale Anreize für Investitionen wie Marktpotenzial und Marktgröße sowie die Erwartung, dass der Aufschwung anhält, geben Anlass zu einem vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Möglichkeiten in Russland. Das ist die Quintessenz einer gemeinschaftlichen Studie des Finance and Investments Committee der Association of European Businesses (AEB) und der Moskauer Niederlassung der Unternehmensberatung Droege & Comp. Für die fünfte Ausgabe dieser Studie wurden Vertreter von circa 600 Unternehmen – allesamt Mitglieder im AEB – interviewt. Der Fokus der Fragen lag auf Strategien und Perspektiven der europäischen Wirtschaftsaktivitäten in Russland.
Die wirtschaftliche Entwicklung in 2008 und 2009 brachte Russland auf den Boden der Tatsachen zurück. Es zeichnete sich deutlich ab, dass der Boom des letzten Jahrzehnts nicht für immer anhalten würde. Diese Skepsis spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen von 2009 wider, in der die Anzahl der Befragten, die eine kurzfristige positive Prognose für die russische Wirtschaft abgaben, von vormals 83 Prozent im Jahr 2007 zwei Jahre später auf nur drei Prozent sank.
Im Gegensatz dazu bestärken die Ergebnisse der diesjährigen Studie die Aussichten auf eine positive kurzfristige Entwicklung: 37 Prozent der Befragten setzten auf eine Erholung der russischen Wirtschaft. Ähnliche Reaktionen gab es auch auf Fragen nach der Entwicklung des operativen Geschäfts in Russland. Innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet der größte Teil der interviewten Manager eine Steigerung des Umsatzes und Gewinns, was in etwa den Zahlen aus Vor-Krisen-Zeiten entspricht. Im Vergleich zur Vorjahresstudie sagen sie ein Wachstum von
89 (+8) und 84 (+4) Prozent für diese Bereiche voraus.
Dieser erstaunlich schnell wiedergewonnene Optimismus, hat seine Wurzeln vor allem in den traditionellen Wachstumstreibern – dem Marktpotenzial und der Marktgröße – sowie der Erwartung einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Diese drei Faktoren werden immer wieder von AEB-Mitgliedern, die in den russischen Markt investiert haben, als die wichtigsten genannt. Ermutigend wirkt sich zusätzlich aus, dass sich der Zeitraum bis zum Erreichen eines Break-Even weitestgehend wieder stabilisiert hat, nachdem dieser in Jahren 2001 bis 2007 stark angestiegen war. Dazu Hans-Dieter Zaum, Leiter des Moskauer Büros von Droege & Comp.: „Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Während der Krise wurden Kosten reduziert. Jetzt stehen wieder Wachstumsthemen auf der Agenda, denn das Vertrauen in eine Erholung der Wirtschaft wächst." Frank Schauff, CEO der Association of European Businesses, fügt hinzu: „Wir freuen uns zu sehen, dass europäische Investoren in Russland ihre Strategien an die immer positiveren Trends angepasst haben. Auch ihre Aussichten und Erwartungen sind um einiges optimistischer als noch in unserer letzten Studie. Das ist ein gutes Zeichen für ein stärkeres Wachstum in der nahen Zukunft."
Kostenfreier Download der Studie (450 KB)
Weitere Informationen zu AEB finden Sie unter
http://www.aebrus.ru/
